Evaluationen gewaltpräventiver Maßnahmen und Projekte

Eine der zentralen Aufgaben der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention ist die Entwicklung und Fortschreibung eines übergreifenden Evaluationskonzepts.
Hierfür hat die Arbeitsstelle ein dreisäuliges Evaluationsmodell entwickelt:

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Bereits vorliegende Evaluationen zu gewaltpräventiven Projekten in Berlin werden im Rahmen der ersten Evaluationssäule ausgewertet.
Die Studien durchlaufen zunächst eine methodische Qualitätsprüfung (Meta-Evaluation). Das Verfahren der Meta-Evaluation und die Erarbeitung von Evaluationskriterien ist ausführlich hier beschrieben. Die Evaluationen, die eine methodisch ausreichende Qualität aufweisen, werden daran anschließend qualitativ ausgewertet (Evaluationssynthese). In einem weiteren Schritt werden die wesentlichen Ergebnisse einer Bewertung durch Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis unterzogen (kommunikative Validierung).

Das Ziel ist es, aus bereits vorhandenen Evaluationen empirische Befunde über gewaltpräventive Projekte, Programme und Maßnahmen zu akkumulieren. Die Ergebnisse der Evaluationssynthese zu Berliner Angeboten können Sie sich hier herunterladen.

In der zweiten Evaluationssäule werden Konzepte für externe Evaluationen von ausgewählten gewaltpräventiven Projekten in Berlin entwickelt und umgesetzt. Ein Schwerpunkt der beauftragten oder durch die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention durchgeführten externen Evaluationen liegt darauf, zu überprüfen, inwieweit die Angebote ihre Ziele in Bezug auf die Prävention von Jugendgewalt erreichen, welche Wirkungen sie diesbezüglich entfalten und was hierfür förderlich oder hinderlich ist.

Im Jahr 2014 sind folgende Projekte extern evaluiert worden, die mit unterschiedlichen Ansätzen in verschiedenen Handlungsfeldern aktiv sind:

Kurzfassungen dieser Studien präsentiert das Berliner Forum Gewaltprävention Nr. 57: Gewaltprävention auf dem Prüfstand. Evaluationsstudien zu Berliner Maßnahmen und Projekten gegen Jugendgewalt

Im Jahr 2015 sind folgende Projekte extern evaluiert worden:

Ergänzend zu den Evaluationen wurde eine sozialraumbezogene Fallstudie „Jugendgewalt und Prävention im sozialen Brennpunkt. Die Köllnische Heide in Berlin Neukölln“ durchgeführt
[link Broschüre:].
Derzeit befinden sich – neben dem Projekt Fußball und sexuelle Vielfalt des LSVD Berlin-Brandenburg und einer sozialraumorientierten Studie zu Marzahn Nord – mehrere Projekte aus dem Berliner Landesprogramm Radikalisierungsprävention in der externen Evaluation. Mit den Ergebnissen ist Mitte des Jahres 2017 zu rechnen.

Auch Selbstevaluationen liefern wichtige Informationen zur Zielerreichung, zu Bedingungen der Zielerreichung und zu einer erfolgreichen Umsetzungspraxis von Projekten. Das ist Inhalt der dritten Evaluationssäule. Genauere Informationen zur Selbstevaluation finden Sie hier